E-Mobilität Lexikon

Die wichtigsten Fachbegriffe rund um die Elektromobilität!

 

 

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A

AC-Strom

Alternating Current = Wechselstrom

Der Wechselstrom ist die haushaltsübliche Stromart, welche typischerweise in Europa in Niederspannungsnetzen zu finden ist. Zudem kann dieser Strom zum Laden von Elektrofahrzeugen genutzt werden. Der Wechselstrom kann im Auto allerdings nicht direkt in der Batterie gespeichert werden, weshalb ein On-Board-Charger den Wechselstrom aus dem Netz in Gleichstrom umwandelt. Durch die Umwandlung kann der Strom in den Fahrzeugbatterien gespeichert und genutzt werden. Je nach eingebauten On-Board-Charger ist die Ladeleistung hierbei auf max. 43 kW begrenzt, weshalb überwiegend AC-Ladesäulen als Wallbox im privaten Gebrauch Anwendung finden. Aufgrund der geringen Ladeleistung muss über einen längeren Zeitraum geladen werden, weshalb Kunden zu Hause flexibler sind hinsichtlich des Ladevorgangs. Wegen des finanziellen Rahmens und der Baugröße des im E-Fahrzeug verbauten On-Board-Chargers, stellt hierbei die maximal mögliche Stromumwandlung im Auto den limitierenden Faktor dar.

Ampere (A)

Einheit der elektronischen Stromstärke
1 A=1 W/V

Antriebsstrang

Der Antriebsstrang ist Teil eines Fahrzeuges und besteht aus den Komponenten Motor, Getriebe, Antriebswelle, Kupplung und Achsdifferential. Er ist für die Fortbewegung eines Fahrzeuges zuständig.

Autonomes Fahren

Autonomes Fahren ist die Bezeichnung für ein vollständig automatisiertes Fahren, für welches keine Person mehr benötigt wird.

Akku

Akkumulator

Ein Akkumulator ist ein wiederaufladbares Speicherelement für die elektrische Energie.

B

Backend

Der Begriff "Backend" kommt aus der Informationstechnik, welcher Teil eines IT-Systems ist und das Gegenstück zum Front End darstellt. Er umfasst alle im Hintergrund vorgenommenen Aktivitäten, beispielsweise die Verarbeitung von Daten im Hintergrund bei einer Software.

Batterie

Baugesetzbuch

Eine Batterie ist ein nicht wiederaufladbarer elektrochemischer Energiespeicher.

BauGB

Baugesetzbuch

Im BauGB werden alle rechtlichen Angaben über das allgemeine Städtebaurecht/Bauplanungsrecht definiert, die für die Bundesrepublik Deutschland gelten. Das Buch ist in vier Kapitel gegliedert, die in folgende Themen unterteilt sind:
1. Allgemeines Städtebaurecht
2. Besonderes Städtebaurecht
3. Sonstige Vorschriften
4. Überleitungs- und Schlussbestimmungen

BEV

battery electric vehicles - übersetzt: Batterie-Elektrofahrzeuge

Batterie-Elektrofahrzeuge besitzen einen Elektromotor und generieren ihre Energie aus einer im Fahrzeug liegenden Batterie, die mit Hilfe von Strom wieder aufgeladen werden kann.

BGV A3

Berufsgenossenschaftliche Vorschrift A3

Die BGV A3 bezeichnet eine gesetzliche Vorschrift, die vor der Inbetriebnahme zu berücksichtigen ist und für die Sicherheit von elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln in öffentlichen Einrichtungen und Firmen garantiert.

Bidirektionales Laden

Beim bidirektionalen Laden kann Strom in beide Richtungen geladen werden. Der Vorgang bedeutet beispielsweise für die Elektromobilität, dass ein Auto Strom aus einer Ladesäule laden kann und diesen auch wieder zurück speisen kann. Allerdings wird bidirektionales Laden nur von bestimmten Ladestationen und Wallboxen unterstützt.

BMS

Batteriemanagementsystem

Das Batteriemanagementsystem dient dem Schutz, der Regelung und der Überwachung von Akkumulatoren.

BMVI

Bundes-Ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Das BMVI hat seinen Hauptsitz in Berlin und einen personell stärker besetzten in Bonn. Es wird von Anderas Scheuer geleitet, welcher der derzeitige Bundes-Verkehrs-Minister ist. Das Ministerium besteht aus insgesamt neun Abteilungen:
- Abteilung Leitung, Kommunikation
- Zentralabteilung
- Abteilung Bundesfernstraßen
- Abteilung Straßenverkehr
- Abteilung Eisenbahnen
- Abteilung Grundsatzangelegenheiten
- Abteilung Digitale Gesellschaft
- Abteilung Luftfahrt
- Abteilung Wasserstraßen, Schifffahrt

BMWi

Bundes-Ministerium für Wirtschaft und Energie

Das BMWi hat seine beiden Dienstsitze in Berlin und Bonn. Das Ministerium wird von Peter Altmaier geleitet, welcher seit 1994 ein Teil des Deutschen Bundestag ist. Die Aufgabe des BMWi bezieht sich darauf, die deutsche Wirtschaft zu stärken und ihre internationale Stellung zu sichern.

BKZ

Baukostenzuschuss

Der Baukostenzuschuss ist eine einmalige Zahlung an den Netzbetreiber, wenn der Netzanschluss den Wert 30 kW übersteigt. Er ist somit meistens bei Unternehmen und nicht in Privathaushalten zu finden. Damit übernimmt der Verbraucher einen Teil der Kosten für den Ausbau oder Neubau des Stromnetzes im jeweiligen Baugebiet. Die Höhe der Zahlung richtet sich nach der gewünschten Netzanschlussleistung. Die Formel für die Berechnung des BKZ lautet: Gesamtleistung (kW) - 30 (kW) x BKZ-Preis (€/kW)
Der benötigte BKZ-Preis ist in einem so genannten BKZ-Preisblatt des jeweiligen Netzbetreibers zu finden.

C

Carsharing

Als Carsharing wird die Nutzung eines Fahrzeuges von unterschiedlichen Personen bezeichnet. Die Besitzer sind in den meisten Fällen CarSharing-Unternehmen, welche die jeweiligen Fahrzeuge vermieten.

CCS - Stecker

Combined Charging System

Der CCS-Stecker ist eine Erweiterung des Typ-2-Steckers um zwei zusätzliche Stromkontakte, weshalb er auch unter der Bezeichnung „Combo-2-Stecker“ bekannt ist. Dieser Stecker entspricht dem europäischen Standard, wobei das Ladeverfahren und die Steckervarianten genormt sind. Mit diesem Kombinationsstecker kann mit Gleich- oder Wechselstrom geladen werden, da der Anschluss in zwei Bereiche unterteilt ist. Der obere Bereich ist ein Typ-2-Anschluss, welcher für das Laden mit Wechselstrom genutzt werden kann, und der untere Bereich wird beim Laden mit Gleichstrom verwendet. Aufgrund dieses Aufbaus kann ein CCS-Anschluss mit zwei verschiedenen Steckertypen (DC- oder AC-Kabel) genutzt werden, wenn der Anschluss im Auto ist. Wenn jedoch der CCS-Stecker in der Ladesäule verbaut ist, kann nur mit dem dazugehörigen Kabel geladen werden. Die Maximalleistung wird durch die Bauform und den Eigenschaften der Batterie bestimmt, welche einen limitierenden Faktor darstellt. Zudem hat der Ladestand und die Temperatur einen Einfluss auf die Ladeleistung, welche gegebenenfalls dadurch verringert wird. Die höchstmögliche Leistung an Ladesäulen liegt aktuell bei 450 kW, Tendenz steigend. Da jedoch der limitierende Faktor die Autobatterien darstellen, sind in der Praxis Normalladepunkte mit 50 kW und Schnellladepunkte mit bis zu 160 kW zu finden.

CE-Kennzeichnung

Konformitätserklärung

Die Konformitätserklärung setzt die Erfüllung der grundlegenden Sicherheitsanforderungen eines Produktes voraus.

CEE - Stecker

Der blaue, einphasige CEE-Stecker wird vor allem für den Anschluss von Wohnmobilien auf Campingplätzen genutzt, weshalb er auch Campingstecker genannt wird. Bei diesem Stecker besteht, im Gegensatz zum SchuKo-Stecker, keine Gefahr eines Kabelbrands, sodass längere Ladezeiten kein Problem darstellen. Dadurch kann mit 230 V und 3,7 kW geladen werden, bis die Batterie komplett aufgeladen ist. In der Regel wird allerdings eine Wallbox mit einer anderen leistungsfähigeren Stecker-Version angeschlossen, weshalb die Relevanz des CEE-Steckers als nicht sehr hoch angesehen werden kann.

CHAdeMO - Stecker

CHArge de Move - Stecker

Der CHAdeMO-Stecker wurde von Tepco, einem japanischen Energiekonzern, zusammen mit diversen japanischen Fahrzeugherstellern entwickelt. Dieses Gleichstrom-Schnellladesystem ermöglicht eine Ladeleistung von bis zu 100 kW, wobei in der Praxis nur eine Leistung von 50 kW an den Ladesäulen vorzufinden ist. Es sind überwiegend japanische Autos und ältere Modelle mit einem CHAdeMO-Anschluss ausgestattet. Der Stecker ist ebenfalls kompatibel mit einigen Tesla-Modellen, wobei ein zusätzlicher Adapter benötigt wird. Allerdings unterstützen europäische Ladesäulen immer seltener diesen Stecker-Anschluss, da die aktuelle Entwicklung zeigt, dass der CSS-Stecker auf Dauer den CHAdeMO-Stecker verdrängen wird.

CPO

Charge Point Operator – übersetzt: Ladesäulenbetreiber (LSB)

Der CPO kann der Besitzer oder Pächter einer Ladesäule sein und ist für die Installation, den Betrieb, den Service und die Wartung der Ladestation verantwortlich. Zudem haftet er dafür, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr von der Ladesäule ausgeht. Durch regelmäßige Wartungen der elektrotechnischen Anlagen durch den CPO können potenzielle Elektro- und Brandunfälle verhindert bzw. ausgeschlossen werden. Zudem muss der CPO den Strom für die Ladesäule beschaffen und einen Zugang zur Ladesäule gewährleisten. Die Authentifizierung und Bezahlung an einer Ladesäule erfolgt über einen Mobility Service Provider, welcher auch als Roaming-Anbieter bezeichnet wird. Es ist zudem möglich, dass der CPO ebenfalls als MSP auftritt.

D

DC-Strom

Direct Current= Gleichstrom

Bei dem DC-Strom wird, im Gegensatz zum AC-Laden, der Strom bei der Übertragung nicht die Richtung gewechselt, da kein Wechsel der Polarität auftritt. Dies ist möglich, da die Transformation von Wechselstrom in Gleichstrom nicht im Auto, sondern direkt in der Ladesäule vorgenommen wird. Dadurch wird der geladene Strom direkt an die Batterien des Fahrzeuges weitergegeben. Diese schnellere Alternative zum AC-Laden ermöglicht hohe Ladeleistungen von bis zu 300 kW, weshalb der Ladevorgang in nur wenigen Minuten abgeschlossen ist. Aus diesem Grund sind DC-Schnellladesäulen dort zu finden, wo lediglich eine kurze Standzeit besteht, beispielsweise bei Tankstellen. Für den privaten Gebrauch sind DC-Ladesäulen allerdings keine wirtschaftlich relevante Alternative, da die Investition und die anschließende Installation mit hohen Kosten verbunden sind. Zudem wird eine erhebliche Stromleistung von bis zu 500 Ampere benötigt, weshalb der Ladevorgang gut abgesichert sein muss. Bei einer beispielsweise unsachgemäßen Verwendung kann es zu einer Überhitzung der Batterie oder zu einem Kabelbrand führen. Darüber hinaus können Privathaushalte diese Ladeleistung nicht aufbringen, da meist nur 63 Ampere zu Verfügung stehen. Aufgrund dieser Aspekte werden Schnellladesäulen tendenziell eher im öffentlichen Raum errichtet.

DGUV

Deutsche gesetzliche Unfallversicherung

Die DGUV bezeichnet den Dachverband der Unfallkassen und der gewerblichen Berufsgenossenschaften. Der Verband hat seinen Sitz in Berlin und ist zuständig für die Rehabilitation, Entschädigung und Prävention von Personen bei vorgefallenen Unfällen. Im Bezug auf das Thema Elektromobilität unterstützt die DGUV bei der Aufklärung von Anwendern und Verbänden zu dem Thema E-Mobilität durch Informationsschriften, Seminare und Beratung von Herstellern.

DIN

Deutsches Institut für Normung

Das DIN ist ein Institut für Standardisierung und Normung weltweit, welches Vorgaben veröffentlicht, die für die Vereinheitlichung materieller und immaterieller Gegenstände sorgen. Entstanden ist das Institut 1917 unter dem Namen "Normenausschuss für den Maschinenbau". Die veröffentlichten Normen des deutschen Institut für Normung sind Empfehlungen und somit nicht verpflichtend. Einen Antrag auf Normung kann generell jeder stellen, der einen begründeten Normungsantrag mit konkreten Vorschlägen abgibt. Die Kennzeichnung der unterschiedlichen Normen erfolgt über die DIN-Nummer, der Aufbau dieser besteht in der Regel aus der DIN + Normnummer.

DSGVO

Datenschutzgrundverordnung

Die DSGVO ersetzte 1995 die EU-Datenschutzrichtlinie und legt für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten innerhalb des EU-Binnenmarktes klare Regeln fest.

E

EFK

Elektrofachkraft (VEFK= verantwortliche Elektrofachkraft)

Eine EFK ist eine Person, die elektrotechnische Aufgaben planen, beaufsichtigen und ausführen darf. In Deutschland hat diese die folgenden Normen zu erfüllen:
- DIN VDE 1000-10 VDE 1000-10
- DIN EN 50110-1 VDE 0105-1
- DGUV Vorschrift 3

EN

Europäische Norm

Die EN bezeichnet einen festgelegten Standard der von einem der drei europäischen Komitees für Standardisierung (CEN = europäisches Komitee für Normung; CENELEC = europäisches Komitee für elektrotechnische Normung; ETSI = europäisches Institut für Telekommunikationsnormen) erarbeitet und anerkannt wurde. Eine europäische Norm muss vor der Entstehung einen öffentlichen Normungsprozess durchlaufen. Die Anwendung von europäischen Normen ist nicht verpflichtend sondern freiwillig. Die Bezeichnungen der Normen sind mit dem jeweiligen Entstehungs- oder Aktualisierungsjahr zu versehen, da die Normen alle fünf Jahre überprüft und gegebenenfalls aktualisiert werden müssen.

EnWG

Energiewirtschaftsgesetz

Das Ziel des Energiewirtschaftsgesetz ist es Menschen eine günstige, sichere und umweltfreundliche Energieversorgung bieten. Das Gesetz ist für die Elektrizität- und Gasvorsorge zuständig und regelt somit die Versorgung mit Strom, Erd- und Biogas.

EPC

Engineering, Procurement and Construction

Der EPC tritt als Generalunternehmer oder -übernehmer auf und ist für die Abwicklung von Bauprojekten zuständig. Diese Form der Abwicklung lässt sich dem Bauwesen und dort speziell dem Anlagenbau zuordnen. Die internationale Bezeichnung EPC beschreibt die Akteure, die für die Detail-Planung, die Kontrolle, das Beschaffungswesen sowie die Ausführung der Bau- und Montagearbeiten verantwortlich sind. Dazu gehört ebenfalls die schlüsselfertige Übergabe zu einem vereinbarten Termin sowie zu einem i. d. R. vereinbarten Festpreis. Die Rahmenbedingungen dieser Projekte sind in Werkverträgen festgelegt, welche im internationalen Raum häufig nach den Vorgaben der FIDIC aufgebaut sind.

EVO

Electric Vehicle Operator – übersetzt: Fahrzeugbetreiber

Der EVO ist in den meisten Fällen der Betreiber einer Flotte. Dies kann beispielsweise ein Unternehmen sein, welches rechtlich gesehen als Fahrzeugbetreiber für seinen Fuhrpark verantwortlich ist. Alternativ kann die Verantwortung und die damit verbundenen Pflichten auf einen separaten Fuhrparkleiter übertragen werden, wobei dies bei größeren Unternehmen stets der Fall ist. Ein EVO kann also verschiedene Formen annehmen und ist somit eine natürliche oder juristische Person.

EVU

Energieversorgungsunternehmen

Ein EVU ist für die Lieferung von Strom und Gas zuständig. Für den Betrieb der Gas- und Stromnetze ist stattdessen der Netzbetreiber zuständig. Für ein Energieversorgungsunternehmen kann die Investition in den Ladesäulenaufbau diverse Vorteile bieten. Beispielsweise kann sich die Cross-Selling-Option neben einer Imageverbesserung auch auf die Ertragslage auswirken. Zu den fünf größten deutschen EVU´s zählen RWE, EnBW, E.ON, Vattenfall und EWE, wobei alle in dem Bereich „Ladeinfrastruktur“ tätig sind.

M

MSB

Messstellenbetreiber

Der MSB ist für die Stromzählung verantwortlich, indem dieser eine Messstelle zwischen dem Netz und der Anlage betreibt. Der Stromzähler wird vom Messstellenbetreiber installiert, betrieben und stetig gewartet.

MSP/EMP/ESP

E-Mobility Provider bzw. E-Mobility Service Provider

Die EMP/ESP/MSP haben keine eigene Ladeinfrastruktur, sondern sind Unternehmen, die den Zugang zu Ladesäulen von anderen unterschiedlichen CPO´s bereitstellen und betreiben. Das bedeutet, dass sie die Ladedienste mieten und ihren Kunden zu Verfügung stellen, beispielsweise durch einen Zugang zu Ladestationen via Ladekarten oder Apps. Dies geschieht i. d. R. über eine E-Roaming Plattform, welche von dem RNO bereitgestellt wird. Die anschließende Abrechnung erfolgt dann anschließend zwischen dem CPO-Anbieter und dem EMP/ESP.

R

RNO

Roaming Network Operator – übersetzt: Roaming-Netzbetreiber

Der RNO ist der Betreiber einer E-Roaming Plattform, die den Austausch von abrechnungsrelevanten Ladedaten zwischen dem CPO und dem EMP/ESP ermöglicht. Zudem kann die Abrechnung, unabhängig von der Betreibergesellschaft der Ladesäule, von der Vertragsgesellschaft des Kunden erfolgen. Beispiele für diese Plattformen sind unter anderem Intercharge oder e-clearing.

S

SchuKo - Stecker

Schutz-Kontakt-Stecker

Mit einem SchuKo-Stecker kann eine Not-Ladung von zu Hause aus vorgenommen werden. Für diese Ladung wird das Not-Kabel genutzt, welches mit einem Typ-2-Anschluss an das Auto und an eine haushaltsübliche Steckdose angeschlossen wird. In diesem Fall übernimmt die Steuerung und die Kommunikation die „In-Kabel-Kontrollbox“ (ICCB). Mit diesem System aus Steckern (CEE 7/4) und Steckdosen (CEE 7/3) kann mit einer Standard-Steckdose, welche in Deutschland und Europa verbreitet ist, eine kurzfristige Ladeleistung vorgenommen werden. In der Theorie könnte eine Haushaltssteckdose mit 230 Volt Spannung ein Wechselstrom mit bis zu 3,7 kW übertragen. Um die Betriebsmittel wie Kabel vor einer Überlastung und Zerstörung (z. B. Kabelbrand) zu schützen wird die Ladeleistung auf ca. 2,3 – 2,6 kW gedrosselt, was eine längere Ladezeit zur Folge hat. Diese Ladeleistung ist allerdings vollkommend ausreichend, wenn das E-Fahrzeug beispielsweise über Nacht geladen wird. Dadurch können im Schnitt innerhalb von 10 Stunden eine Reichweite von 100-150 km nachgeladen werden.

T

Tesla Supercharger

Tesla-Fahrzeuge, welche aus den Vorgängermodellen stammen und für den europäischen Markt vorgesehen waren, verfügen über einen eigenen Steckertyp. Dieser Supercharger von Tesla ähnelt dem Typ-2-Stecker, allerdings ist die Anordnung der Pins leicht verändert. Mit diesem Stecker kann an den Tesla-Ladesäulen mit bis zu 145 kW Gleichstrom geladen werden. An dem neuen Ladesäulenmodell „Supercharger V3“ kann sogar die Fahrzeugreihe „Model 3“ von Tesla bis zu 250 kW laden. Allerdings können nur Fahrzeuge der Marke Tesla Motors diese Ladesäulen nutzen. Aufgrund einer intern verbauten Umschaltung der Steckerbelegung im Fahrzeug kann hingegen nicht nur an Typ-2-Säulen, sondern auch an DC-Schnellladesäulen geladen werden.

Typ-1-Stecker

Der Typ-1-Stecker ist ein einphasiger Stecker für Wechselstrom, bei dem die Ladeleistung auf max. 7,4 kW begrenzt ist. Dieser Stecker ist überwiegend in Nordamerika und Asien verbreitet, weshalb dieser für den europäischen Markt nicht überaus relevant ist. Aufgrund der geringen Nachfrage in Deutschland nach Ladesäulen mit Typ-1-Steckern, werden bei Autos von asiatischen Herstellern automatisch Adapter mitgeliefert. Dadurch kann trotz abweichende Steckertypen an üblichen Ladesäulen geladen werden. Diese Form ist jedoch nicht zukunftsfähig, da neben der geringen Ladeleistung auch keine Verriegelung möglich ist.

Typ-2-Stecker

Der Typ-2-Stecker ist ein dreiphasiger für Wechselstrom, wodurch der Strom schneller fließen kann als beim einphasigen Stecker (Typ-1-Stecker). Der Typ-2-Stecker wurde im Jahr 2013 von der Europäischen Kommission als Standard für die Ladung von E-Fahrzeugen an Ladesäulen festgelegt. Aus diesem Grund ist der passende Anschluss bei nahezu allen großen, europäischen Herstellern verbaut. Abhängig von der Größe des On-Board-Chargers und der Ladestation kann mit verschiedenen Leistungen geladen werden. Beispielsweise ist im privaten Bereich mit einer Wallbox eine maximale Ladeleistung von 11 bzw. 22 kW (32 Ampere) möglich. Dies ist sehr vorteilhaft, da kein großer technischer Aufwand nötig ist, um das E-Fahrzeug mit einem Typ-2-Stecker zu laden. Bei öffentlich zugänglichen Ladesäulen kann sogar mit einer Leistung von bis zu 43 kW (63 Ampere) geladen werden. Allerdings stellt dies nicht den Regelfall dar, weil neben dem Kabel auch der im Auto verbaute On-Board-Charger einen limitierenden Faktor darstellt.

U

ÜNB

Übertragungsnetzbetreiber

Der ÜNB arbeitet mit dem VNB eng zusammen, da dieser die Netze des VNB nutzt, um den Stromtransport über große Strecken hinweg zu bewerkstelligen. Die Entwicklung der Elektromobilität stellt die VNB und ÜNB vor große Herausforderungen, da der Ausbau des Netzes zunehmend relevanter wird

V

VNB/ÜNB

Verteilnetzbetreiber

Die VNB sind für die Netze auf regionaler und lokaler Ebene zuständig. In der Regel handelt es sich hierbei um Niederspannungsnetze, welche benötigt werden, um die Strom- und Gasverteilung an die Endverbraucher zu gewährleisten. Der ÜNB arbeitet mit dem VNB eng zusammen, da dieser die Netze des VNB nutzt, um den Stromtransport über große Strecken hinweg zu bewerkstelligen. Die Entwicklung der Elektromobilität stellt die VNB und ÜNB vor große Herausforderungen, da der Ausbau des Netzes zunehmend relevanter wird.

W

WLAN

Wireless Local Area Network

WLAN bedeutet drahtloses lokales Netzwerk und ist ein Überbegriff für alle lokalen und drahtlosen Datennetzwerke, wobei dies meist über Funknetze erfolgt.